GLETSCHER & STROMSCHNELLEN. GEZEICHNETE SCHWEIZ UM 1800

1. April – 5. Juli 2026

Eröffnung: Dienstag, 31. März 2026, Türöffnung 18:00

Aus der feuchten, kühlen Höhle hinaus auf die sommerliche Alm, über schmale Brücken, vorbei an neugierigen Bäuerinnen hin zu den talwärts stürzenden Wasserfällen, in deren Nebeln sich zuweilen Regenbögen bilden.
Die Ausstellung lädt sie ein zu einer Reise durch die eindrucksvollsten Landschaften und entlegensten Winkel der Schweiz. Zugleich ist sie eine Zeitreise: Denn die Zeichnungen, die sie hier geniessen können, entstanden allesamt um 1800. Damals prägten sie massgeblich jenes Bild der «schönen Schweiz» – im In- und Ausland – das bis heute nachwirkt.
Zwischen zwei gegensätzlichen Polen entfaltet sich diese gezeichnete Welt. Auf der einen Seite stehen sublime Naturdarstellungen von überirdischer Klarheit: Bergmassive, Gletscherzungen und schroffe Felswände. Ihnen gegenüber begegnen uns intime, lebensnahe Szenen und Dinge des Alltags: junge Bauern beim Steinstossen im Appenzell, geflochtene Strohkörbe, Milchkübel und Heugabeln oder eine Mutter, die am Abend mit ihren Kindern vor dem Haus sitzt, während der Vater im Hintergrund seine Pfeife raucht.
Aus dem ebenso umfangreichen wie hochkarätigen Bestand von über 4’000 Zeichnungen Schweizer Kunstschaffender der Graphischen Sammlung ETH Zürich – darunter so schillernde Namen wie Caspar Wolf, Johann Ludwig Aberli oder Sigmund Freudenberger – wurde für diese Ausstellung eine Auswahl getroffen, die sowohl das Auge von Schweizenthusiasten anspricht als auch jene begeistert, die sich an der Meisterschaft der Zeichenkunst um 1800 erfreuen.

Kuratiert von Susanne Pollack, Graphische Sammlung ETH Zürich und Linda Vogel, Kunsthistorisches Institut der Universität Zürich

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